Rebhuhn-Monitoring 2026 auf dem Zeteler Esch - Nachweis auf einem Transekt
von Petra Walentowitz
Im Rahmen des Projekts „Der Niedersächsische Weg in Friesland“ werden seit 2020 Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf dem Zeteler Esch umgesetzt. Ziel ist es, artenreiche Flächen zu erhalten, weiterzuentwickeln und miteinander zu vernetzen. Als Leitart wurde das Rebhuhn ausgewählt, dessen Bestand in Niedersachsen seit Jahrzehnten stark rückläufig ist.
Die Projektgruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Fachbereichs Umwelt des Landkreises Friesland, der Gemeinde Zetel, dem Projekt „Naturkieker“ der Oldenburgischen Landschaft, dem Kreislandvolkverband Friesland, der Jägerschaft, Flächeneigentümerinnen und -eigentümern, bewirtschaftenden Landwirten sowie weiteren Ehrenamtlichen zusammen. Gemeinsam werden Maßnahmen wie die extensive Bewirtschaftung von Ackerrandstreifen, das Belassen von Vegetationsstrukturen über den Winter sowie die Anlage von Blühstreifen und speziellen Saatmischungen umgesetzt. Diese Strukturen bieten dem Rebhuhn Deckung und ein verbessertes Nahrungsangebot.
Auch in diesem Frühjahr wurde das Monitoring entlang des Zeteler Esches fortgeführt. Die Zählungen erfolgten auf acht festgelegten Transektrouten. In regelmäßigen Abständen wurden Klangattrappen eingesetzt, um rufende Rebhühner zu erfassen.
Im Unterschied zu den Vorjahren konnte 2026 lediglich auf einem der acht Transekte ein Rebhuhn akustisch nachgewiesen werden. Damit liegt die Anzahl der Nachweise unter den Ergebnissen der vergangenen Jahre.
"Das Ergebnis zeigt, dass sich der Bestand weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt. Einzelne Nachweise sind wichtig, reichen jedoch noch nicht aus, um von einer stabilen Entwicklung zu sprechen“, ordnet Dr. Henrike Wiggering von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland die diesjährige Zählung ein. „Umso wichtiger ist es, die begonnenen Maßnahmen konsequent fortzuführen und die Lebensraumbedingungen weiter zu verbessern.“
Die bisherigen Maßnahmen werden daher fortgeführt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit weiter beobachtet. Ziel bleibt es, die Lebensraumbedingungen auf dem Zeteler Esch langfristig zu verbessern und so zur Stabilisierung der Population beizutragen.
Die Projektbeteiligten danken allen Flächeneigentümerinnen und -eigentümern, Bewirtschaftenden sowie Anwohnerinnen und Anwohnern für die Unterstützung des Vorhabens. Insbesondere wird darauf hingewiesen, Hunde im Projektgebiet zum Schutz bodenbrütender Vogelarten ganzjährig anzuleinen.
Das Monitoring soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden, um die Entwicklung des Rebhuhnbestandes weiter zu dokumentieren.